Das Schweigen im Walde

Einige werden sich sicher gefragt haben, warum es so still geworden ist, an dieser Stelle. Man könnte mutmaßen, es fehlt schlichtweg die Zeit. Das ist tatsächlich ein durchaus nicht unerheblicher Grund, der entscheidede Faktor ist allerdings ein anderer.
Prinzipiell bin ich natürlich darauf bedacht, die Privatsphäre zu schützen, auch die meiner Kinder. Aus diesem Grund sind in diesem Blog auch keine Fotos zu sehen. Evi hatte aber schon frühzeitig Bedenken gegen die Veröffentlichungen an dieser Stelle. Ihr Argumentationsansatz war, dass es unseren Kindern irgendwann einmal peinlich sein könnte, was veröffentlicht wurde. Meiner Meinung nach, sind das aber ganz normale Dinge, die ein Kind so tut, aber heee … was gelten schon die Argumente von Papa Schlumpf an der Stelle.
Noch viel weniger gelten Sie beim Argument, es könnte sich irgendjemand an den Geschichten, welche hier zu lesen sind, aufgeilen und später irgendwann mal über unsere Töchter herfallen. Dieser Argumentation ist, meiner Meinung nach, nicht mehr mit Vernunft beizukommen.
Als Konsequenz habe ich einen geschlossenen Bereich eingerichtet, in dem ich weiterhin diese Dinge veröffentlichen kann ohne dass jeder darauf Zugriff hat. Für Euch bedeutet das, wenn Ihr hier Dinge mitlesen wollt, die die kleinen Terroristen betreffen, dann müsst Ihr Euch registrieren (und ich Euch dann freischalten).
Ich verstehe die ganze Aufregung nicht … eigentlich müssen wir uns doch gar keine Sorgen machen, über kurz oder lang wird es ja keine Probleme mehr mit dem Kindesmißbrauch geben, dank Frau von der Leyen. Falls jemand dabei ein ungutes Gefühl hat, hier kann man etwas dagegen tun und hier kann man lesen, was Eltern aus IT-berufen davon halten.

Christkind off Dope

Heute war es etwas weniger spektakulär, auch auf Grund der Tatsache, dass wir die Hälfte der Geschenke liegen lassen haben, aber das ist eine andere Geschichte. Aber neben einem selbst gehäkelt und gestickten Weihnachtskalender für Anni, haben wir eine spitzen Kindertrage bekommen, damit wir auch mit Anni wandern gehen können. Also kanns im Frühjahr, wenn Anni richtig sitzen kann, auf Wanderschaft gehen.
Lilli hat noch eine Blockflöte und ein halbes Jahr musikalische Früherziehung geschenkt bekommen … die besucht sie jetzt schon und das macht ihr richtig viel Spass.

Christkind on Dope

Sooo …. das Christkind ist in der ersten Runde schon mal durch und irgendwie beschleicht mich das Gefühl, Lilli hat für drei Kinder abbekommen. Ich versuch mal aufzuzählen:

Kaufmannsladen
Kasse
diverse Konsumgüter für den Kaufmannsladen
Schatzkiste
zwei Kostümkleider
div. Filme, Puzzle
Bettwäsche
Süßigkeiten

Ich habe absolut keine Idee, wie der ganze Mist nach Hause soll, das Auto war auf der Herfahrt schon bis oben voll!

Seuchenalarm

Nachdem Lilli seit letztem Freitag mit Fieber und einer schlimmen Erkältung im Bett lag, hat es Evi und mich am Montag übel erwischt. Wir hatten auch beide Fieber und wollten nur im Bett liegen und schlafen. Aber mit einer kranken Dreijährigen und einem Säugling ist dies ein Ding der Unmöglichkeit. Wir haben uns irgendwie durch geschleppt. Ich hatte in der Nacht von Dienstag auf Mittwoch mit Fiebermittel in Maximaldosis und Wadenwickel immer noch 40°C und wusste nicht wo oben und unten ist. Evi gings nur unwesentlich besser …. schon ohne Kinder waren wir reif fürs Bett.
Leider sind die Familien heutzutage so weit auseinander, dass sich nicht mal schnell die Großeltern oder Onkel und Tante um die Kids kümmern können.
Zu guter Letzt ist dann Anni auch noch am Freitag krank geworden. Da war aber zum Glück Lilli schon wieder gesund und uns gings wieder halbwegs besser.
Im Nachhinein betrachtet, haben die Kinder die Erkrankung viel besser weg gesteckt, ich als Ältester hatte am Meisten damit zu kämpfen.

Feste Nahrung

Seit ein paar Tagen bekommt Anni selbst gekochten Möhren-Kartoffel-Brei. Natürlich alles Biogemüse und aller paar Tage frisch zubereitet mit einem Schuß Raps-Öl. Anni schmeckts und ohne Tricks verspeißt sie ihr Breichen.

Sitzstreik

Seit gestern beginnt Anni sich selbst hinzusetzen. Sie lag und hatte um sich herum ein Stillkissen gerollt … an dem hat sie sich mit ihren Armen abgestützt und in die Sitzposition gebracht … mehrmals hintereinander … heute auch schon wieder des öfteren. Sie macht ja schon seit einiger Zeit Rumpfbeugen, ‘Taschenmesser’ und auf dem Bauch liegend hebt sie gleichzeitig Kopf, Arme und Füße an.
Lilli war ja schon immer sehr ‘sportlich’ unterwegs, aber Anni überrascht mich doch ein wenig.

Ja … er lebt noch, er …

Unser kleiner Terroschlumpf gedeit.
Mittlerweile sind die ersten zwei (Schneide-)Zähne unten gekommen und die nächsten brauchen sicher auch nicht mehr so lang. Rollen tut sie sich inzwischen, Schnuller raus und rein stecken klappt auch wie verrückt.
Seit Herbst gehen wir mit ihr auch zum Babyschwimmen und Anni ist eine richtige Wasserratte, die Kursleiterin meint, sie sei eine richtige cool (ich glaube sie meint, dass sie gut im Wasser zurecht kommt) … subjektiv betrachtet kann ich nur sagen, dass Anni viel Spass im Wasser hat. Gut an dem Kurs ist auch, dass Lilli mitkommen und sogar ins Wasser darf und da mit dem ganzen Wasserspielzeug rumspielt und platscht.
Lilli hat (mit Ihrer Mutter) auch ein ganz schönes Programm .. es geht einmal die Woche zur musikal. Früherziehung und zum Turnen, aller zwei Wochen gehts auf den Ponnyhof zum Reiten und natürlich Ponnies satteln, striegeln und alles was dazu gehört. Im Kindergarten wurde sie auch noch zum Englischunterricht motiviert. Ich persönlich bin ja mal gespannt, wie lang Mutter und Kind ein solches Programm durchhalten. :)

Astronautennahrung

Nachdem Evi ja auf Milch in Ihrer Nahrung verzichtet hat, haben wir vor etwa 4 Wochen den Kinderarzt gewechselt. Seitdem haben wir Anni auf (vorerst) eigene Kosten mit Pregomin AS ernährt. Leider hat dies nur unwesentlich dazu beigetragen, den Blut in Ihrem Stuhl zu verringern. Seit letzter Woche füttern wir Neocate und Anni erhält somit eine voll bilanzierte, nicht allergene Elementardiät auf Aminosäurebasis. Soweit ich das beurteilen kann, hat sich die Lage bezüglich Blut im Stuhl seitdem verbessert. Bleibt nur zu hoffen, dass sich wirklich eine langfristige Besserung einstellt und das Problem der Nahrungsmittelunverträglichkeit sich wie bei Lilli “verwächst”.

Abschiedsgottesdienst

Heute hat Pfarrer Trei seinen letzten Gottesdienst in der Gemeinde gehalten, bevor er in seine eigene versetzt wird. Vor einem Jahr, als wir hier her zogen, hatte ich den Eindruck, er ist regelrecht fanatisch gläubig, da er im Gegensatz zu anderen Pfarrern nicht mit der Standard-Liturgie die Zeit herumbrachte, sondern bewußt Elemente einbaute, die (zumindest für mich) nicht gebräuchlich waren. Es war aber nichts anderes, als sein frommer Glauben, den er versuchte der Gemeinde näher zu bringen.
In den vielen Predigten und im persönlichen Gespräch wurde aber klar, dass Pfarrer Trei an das glaubt, was er sagt (und das er nichts verkündet, woran er nicht glaubt). Trotz der Frömmigkeit, konnte er immer auch mit Witz an eine Sache heran gehen, wenn es denn angebracht war. Bei Frömmigkeit kommt mir immer ein Mensch in den Sinn, dessen “Denken und Tun den religiösen Vorschriften”¹ entspricht. Bei Pfarrer Trei merkte man aber bald, dass dies seine tiefe Überzeugung war, was man bei anderen “geistlichen Mitarbeitern” leider oft vermißt. Als Außenseite fällt so was natürlich besonders auf.
Seit einiger Zeit bitte ich aus verschiedenen Gründen um den Segen während der Kommunion, was gerade in unserer jetzigen Heimat eher ungewöhnlich ist. Pfarrer Trei war der einzige, der sich bis jetzt für meine Motivation interessiert hat.
Ich rede nicht mit vielen Leuten über meine Einstellung zu Glaube, Christentum, das ewige Leben und so weiter, aber allein in Annis Taufgespräch wurde mir sehr schnell klar, dass es mir mit meinen Problemen bezüglich des Glaubens nicht nur mir so geht. Diskussionen über Glaubensfragen habe ich mit Menschen im Dienste der Kirche immer abgelehnt, da ich bis jetzt immer das Gefühl hatte, ich bin in diesen sowieso unterlegen, da ich einfach zu wenig Wissen darueber habe. Mit Pfarrer Trei war dies einfach so möglich, ohne dass man das Gefühl der Ohnmacht bekommt.
Wir sind sehr froh, dass unsere jüngste Tochter Ihr erstes Sakrament von so einem tollen Menschen erhalten hat. Das mag etwas über den Abschied hinwegtrösten.

Annis Taufe

Heute wurde Anni getauft. Wie immer kam es zum Schluß Knall auf Fall, wobei wir diesmal recht unschuldig diesbezüglich waren. Der aktuelle Pfarrer wird nämlich zum 31.08. in eine eigene Pfarrei versetzt. Da wir ja als junge Familie auch öfter unterwegs sind, haben wir die Ankündigung dazu wohl verpasst und so haben wir dann mit 2 Wochen Anlauf Anni getauft. Es war garnicht so leicht, in der Zeit auf dem “Lande” noch eine schöne Taufkerze und -kleid zu bekommen, da sind wir doch etwas durch die Großstadt verwöhnt (gewesen).
Diesmal haben wir die Familientradition gebrochen und einen (zusätzlichen) Paten bestimmt, welcher kein Familienmitglied ist. Glücklicherweise hat das keine Verstimmungen ausgelöst.

Sehr angenehm war das Taufgespräch, auch und vor allem für einen Agnostiker, da Pfarrer Trei sehr offen mit uns umging und sich auch nicht als … sagen wir unfehlbar, wie einige andere, darstellte. Auch ein Pfarrer kann an einigen Dingen (noch) zweifeln, sich aber einen Weg suchen, um diese für sich zu erschließen. Wenn dies für einen Pfarrer möglich ist, warum sollten das nicht auch andere können.

Die Taufe selbst war sehr schön, vor allem aber herzlich, ganz im Gegenteil zu Lillis Taufe. Pfarrer Trei hat mehrmals betont, wie er sich gefreut hat, eine Taufe als letztes Sakrament geben zu können, denn die letzte Zeit hat er wohl sehr viele Beerdigungen abhalten müssen.

Ich hoffe wir haben unserer kleinen Tochter mit diesem ersten Schritt die Möglichkeit zu einer Perspektive eröffnet, die anderen aufgrund unterschiedlichster Gründe verschlossen bleibt.

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